Montag, 26. Januar 2009

Newmember Weekend MOC,17.-18.01.09

Vor einer guten Woche bin ich über das Wochenende nochmals mit dem McGill Outdoors Club in eine Hütte gefahren, das ist mittlerweile bereits mein zweites NewMember-Weekend. Im Gegensatz zu Montréal hatte es dort ungefähr doppelt so viel Schnee, ich würde mal sagen lageabhängig zwischen 50cm und 100cm. Ein Genuss und dazu noch Pulverschnee der feinsten Art. Was will man mehr.

Unsere Hütte bestand aus einem grossen Raum mit Betten am Rand und einem grossen Tisch und einem offenen Kamin in der Mitte. Daher noch eine kleine Küchenzeile. Man sollte eben abends nicht allzu müde sein oder schlafen können wie ein Murmeltier, wenn man zusammen einen grossen Raum teilt. Ich hab mich dann für die erste Variante entschieden.

Aber langsam, von Anfang: Zunächst mal haben wir Samstag morgens versucht ein Quincy, eine Art Iglo aus Schnee zu bauen, in dem man trotz frostigen Aussentemperaturen angenehm schlafen sollte. Ausprobiert haben wir es allerdings nicht. Das Quincy ist ein riesiger Schneehaufen, den man anschliessend von Innen aushoehlt, wobei der Eingang so klein wie möglich gehalten werden soll.

Mittags haben wir dann alle zusammen ein äusserst anstrengendes Spiel im Schnee gespielt, wobei bei diesen Schneehoehen eher von Schwimmen oder Robben als von Rennen die Rede sein kann. Man kann sich auch nie sicher sein, ob unter der Schneedecke ein Baumstamm liegt, oder einer kleiner Baum waechst, oder ein Graben verläuft, sollte es so sein, dann steckt man eben kurz mal bis zur Brust drin. Gut für die Gegner.

Anschliessend waren alle äusserst hungrig, somit sind wir zurück zur Hütte und haben den gemütlichen Teil des Abends eingeleitet.

Am Sonntag früh ist dann ein Teil von uns bei Schneefall mit den Schneeschuhen zum Bushwalking aufgebrochen. Alle im Gänsemarsch bahnen sich einen Weg über Seen, durch Wälder, die Böschung hoch oder runter und sollte man auf einen Weg treffen, dann möglichst einmal kreuzen und weiter in den Schnee. Wer ganz hinten läuft hat den etwas einfacheren Part, dann ist der Schnee nämlich schon etwas komprimiert. Wer vorne läuft hat den anstrengensten aber auch den lustigsten Job. Trotz Schneeschuhen sinkt man ersteinmal grob 30-40cm ein und beginnt den anderen einen Weg zu bahnen. Das ist dann ein bisschen wie Geschenke auspacken, man weiss nicht so richtig, was einen erwartet. Ein kleiner Bachlauf, ein Loch, in dem der Körper halb drin steckt oder irgendwelche Büsche, die sich einem in den Weg stellen. Insgesamt: Ein grosser Spass.

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