Dienstag, 25. November 2008
Icebreaker Canoeing 21-23.11.08
Hier seht ihr schon einmal ein paar Bilder vom Icebreaker Canoeing-Wochenende mit dem McGill-Outdoors-Club (MOC). Aufgrund der leicht niedrigen Temperaturen sind es allerdings nicht ganz so viele und qualitativ hochwertige Bilder geworden.
Ein Highlight im November/Dezember jeden Jahres unter den Aktivitäten des MOCs, ist das Icebreaker Canoeing Wochenende. Das Ziel: Unabhängig vom Wetter, hauptsache kalt fährt eine Gruppe von 20-30 Leuten in die Adirondacks (Naturpark, New York, USA) um dort ein Wochenende lang Kanu zu fahren und zu campen - draußen im Zelt. Und unter optimalsten Bedingungen ist der See bereits mit einer dünnen Eisschicht überzogen, die dann durch die Kanus aufgebrochen werden will.
Dieses Event habe ich mir fest vorgenommen und somit gesagt, getan. Am Freitag 21.11.08 sind wir dann mit 5-6 Autos in Montreal abends losgefahren. Auf dem Weg hat es schon einmal schön geschneit, die Grenze konnten wir auch problemlos passieren und uns weiter auf den Weg machen. Da unsere Organisatorin sich allerdings völlig auf die Wegweisung neuer Medien verlassen hat und somit einfach nur eine Wegbeschreibung von Google Maps ausgedruckt dabei hatte ohne jegliche weitere Karte war das Auffinden des besagten Sees mitten in der Nacht etwas mühsam. Um halbzwei morgens waren wir dann immer noch auf der Suche... und haben dann schließlich aufgegeben. Übernachtet haben wir dann einfach auf der Grünfläche irgendeiner Schule, die einfach so mitten in der Pampa lag. Schön frisch war es dann schon einmal, der Wetterbericht hat im Nachhinein -14° für diese Nacht gemessen.
Am Samstag morgen ging es dann nach dem obligatorischen Stopp an der Tankstelle, die irgendwie auch Stammtisch, Frühstücksort... für verlassenen US-Dörfer darstellt, zu dem See und ab in die Kanus. Es war zwar kalt genug, aber es hatte sehr viel Wind, so dass leider von Eis eher nichts zu sehen war. Egal, es hat trotzdem Spaß gemacht und komischerweise wird einem beim Paddeln nicht nur an den Händen sondern auch an den Füßen warm. Positiver Nebeneffekt. Nach einer nicht allzulangen Fahrt und einem Mittagessen zwischendurch haben wir dann bald auch schon eine Insel erreicht, auf der wir unser Nachtlager aufschlugen.
Da es gegen 5 auch schon dunkel wurde, hat sich irgendwie alles nach vorne verschoben und somit wurde um halbfünf auch schon Abendessen gekocht. Das war allerdings gar nicht so einfach. Erstes Prinzip: So wenig wie möglich aus den Handschuhen, zweitens: Wasser erst dann holen, wenn man es braucht, denn nach wenigen Minuten hat man einen Brocken Eis im Topf und kein Wasser, drittens: zwei Mädchen und ein Junge pro Kochgruppe, dann bleibt für den Jungen genug übrig ;) viertens: so schnell wie möglich essen, wenn man gerne ein warmes Essen möchte.
Abends haben wir dann ein riesen Feuer gemacht und bissle gequatscht. Trotzdem war es recht frisch und daher lagen viele bereits um 9 oder halbzehn im Schlafsack. À propos Schlafsack: Es hat sich doch noch gelohnt hier noch einen Innenschlafsack gekauft zu haben, und bekleidet mit Mütze, langer Unterhose, 1-2 Paar Socken, T-Shirt und im Extremfall auch Pulli wurde es dann doch mollig warm, allerdings nur weil wir auch zu fünft in einem 4-5-Mann Zelt lagen. Nicht äußerst bequem, aber warm. Am nächsten Tag war dann trotzdem unser gesammter Atem an der Zeltdecke gefroren. Einmal an die Zeltinnenwand klopfen und man kommt sich vor, wie bei einem Waldspaziergang nachdem es frisch geschneit hatte.
Am Sonntag ging es dann alles wieder schön zurück und dank unser mittlerweilen ausgeprägten Ortskenntnis haben wir auch den Nachhauseweg nach Montreal recht schnell gefunden. Ich hatte übrigens die Gelegenheit in einem dicken, fetten Jeep die ganze Reise zu erleben. Das ist dann schon etwas protzig, vor allem wenn man sieht wie sehr der Fahrer dieses Gefährt ehrt und liebt. Vor Fahrtantritt werden noch schnell alle Fenster geputzt. Natürlich hatte dieses Auto dann auch noch eine ferngesteuerte Zündung, einfach schon in der Tankstelle den Motor anmachen, dann kann man schneller und in einem vorgewärmten Auto weiterfahren. Ist das nicht protzig und vielleicht doch auch das, warum derzeit GM und Chrysler nicht ganz so erfolgreich sind. Wobei bei den derzeitigen Benzinpreisen... (hier ca. 0.80 CAD ~ 0.55 €)
Sonntag, 2. November 2008
Wanderung Mt. Grant, South Lincoln, Vermont, USA
In den letzten Tagen musste ich mir mal langsam Gedanken machen, wie ich mein Dreimontagsvisum für die USA, das am 19.11 auslief, wieder zur Grenze bekomme. Da hat sich doch angeboten, eine der letzten Wanderungen vor dem Winter dorthin mitzumachen. Das Angebot kam über den Outdoors Club der McGill, ursprünglich organisiert aber durch den Sierra Club von Quebec.
Also haben wir uns gestern zu sechst in die USA aufgemacht um einen kleine 5h-Wanderung auf einen der höchsten Berge dort, den 1000 und noch was m hohen Mt. Grant. Anfang der Woche hat es überall in der Gegend hier geschneit, leider ist davon nichts mehr übrig, aber dort lag noch so 5-10 cm Schnee. Also meine erste Schneewanderung hier. Es war wirklich mal wieder schön bissle raus zu kommen nach den ganzen Zwischenprüfungen.
Also haben wir uns gestern zu sechst in die USA aufgemacht um einen kleine 5h-Wanderung auf einen der höchsten Berge dort, den 1000 und noch was m hohen Mt. Grant. Anfang der Woche hat es überall in der Gegend hier geschneit, leider ist davon nichts mehr übrig, aber dort lag noch so 5-10 cm Schnee. Also meine erste Schneewanderung hier. Es war wirklich mal wieder schön bissle raus zu kommen nach den ganzen Zwischenprüfungen.
Quebec, 12-13.10 und was sonst noch war
Leider hab ich es im Oktober tatsächlich nur geschafft Euch einmal Neuigkeiten aus Kanada zu übermitteln. Der Schuldige dafür, dass ich insgesamt nicht ganz so viel unternehmen konnte und mir dann auch noch Zeit genommen wurde darüber zu schreiben ist ziemlich schnell gefunden: Ecole Polytechnique.
Wir hatten im Oktober eine Woche Ferien, die sich lustigerweise auch noch semaine de Relâche nennt, und dann wohl Anlass zum Relaxen geben soll. Ist aber nicht so. Zumindest war das bei mir nicht so, denn die Zeit vor und nach der Woche ist die Zeit der Zwischenprüfungen.
Bei mir sah das so aus: In der Woche vor der Relâche hatte ich eine kleine Prüfung im Fach "Systèmes multivariables", für Kenner: Das ist lineare Regelung mit der Systemmatrix A in Abhängigkeit von der Zeit und außerdem als MIMO-System. In der Woche wollte dann noch ein Hausaufgabenblatt und ein Bericht geschrieben sein.
Anschließend war das erste Ferienwochende, an dem ich tatsächlich nichts für die Uni gemacht habe, sondern eher das, worüber dieser Eintrag eigentlich ursprünglich mal angelegt wurde: Ich bin mit meinem Mitbewohner mit einer Mitfahregelegenheit von Samstag bis Montag früh nach Quebec (City) gefahren. Er kommt von dort, also konnten wir bei seinen Eltern pennen. Ich weiß nicht, ob ich das schon mal geschrieben habe, aber mein Mitbewohner hat Musik mit Schwerpunkt Gesang an der McGill-Uni in Montréal studiert und in seinen Zukunfsträumen wird er auch eines Tages davon leben können. Auf jeden Fall spielt er in Quebec in einer Band (Rock, Metall), die sich mal vor 6 Jahren aufgelöst haben und jetzt wieder neu anfangen mit ihm als neuen Sänger. Und diese Band hatte einen Auftritt in einer kleinen Bar in einem Vorort von Quebec. Das war doch ein Anlass dort mal mitzukommen.
Also ich fang vielleicht dann mal von vorne an: Mitfahrgelegenheit nach Quebec, Jean-Philipps Vater hat uns dann dort abgeholt und wir sind zu ihm nach Hause: Anderes Ufer vom St-Lorenzstrom mit Aussicht zum Stadtkern von Quebec über den Fluss hinweg, also schon nicht so schlecht. Nachdem mich seine Mutter dann mit einem ordentlichen Akzent in ihre Pflanzenwelt im Garten eingeführt hat (da hab ich halt dann brav-Nicken geübt ;) ), ging es dann los zu den Bandkollegen von J-P (wie alle meinen Mitbewohner nennen). Da die Bandkollegen nicht mehr ganz die Jüngsten sind, haben alle mindestens eine Blonde (Freundin) und die Meisten richtig Familie. Das hieß also High-Live. Kleines Haus, 15 Erwachsene und mindestens genau so viele Kinder. Dort haben wir dann erstmal gemütlich zu Abend gegessen und sind dann in die kleine Bar gefahren zum Konzert. Die Bar ist so typisch Nordamerikanisch: Vorort direkt an der Hauptstraße. Äußerst hässlicher eingeschossiger Holzbau, innen Spielautomaten, Plastikstühle und Billard. Dazu alles verspiegelt und ne fette Bar. Und mittendrin ein paar Quadratmeter Platz für die Band. Das Konzert war ziemlich cool, hat echt Spaß gemacht und da ich ja die ganzen Angehörigen und Freunde der Musiker beim Abendessen schon bissle kennengelernt habe, war es dann eine nette Atmosphäre. Anschließend sind wir dann irgendwann wieder zum Bandkollegen nach Hause und haben wie man so schön sagt, die Nacht zum Tag gemacht und den nächsten Morgen zur Nacht.
Sonntags bin ich dann mit meinem Mitbewohner mit den Fahrrädern losgezogen. Mit der Fähre gings dann nach Quebec rüber und dort haben wir eine kurze Stadttour gemacht. So eigentlich nach meinem Geschmack: Viel Fähre, ein Bierchen, eine heiße Schokolade, die bisher beste Poutine die ich gegessen habe und nebenbei die paar Hauptattraktionen von Quebec. Aufgrund der 400Jahre Quebec (das ist die älteste Stadt im Nordosten Kanadas !), war dann aber doch sehr viel los, außerdem lag gerade ein großes Kreuzfahrtschiff im Hafen, und wer sich nicht das Footballspiel an Deck auf der großen Leinwand angeschaut hat, der ist dann eben wie wir auch mal nach Quebec rein.
Am nächsten Morgen gings dann wieder zurück nach Montréal und meine Ferien-Arbeitswoche begann. Erstmal hab ich dann meine Studienarbeit für Stuttgart fertig geschrieben, dann einen weiteren Praktikumsbericht angefertigt. Anschließend auf zwei Prüfungen gelernt und nebenbei noch ein weiteres Praktikum und eine Präsentation für contrôle non-linéaire vorbereitet, ach ja und ne weitere Hausaufgabe für physique des ondes (das mach ich für mein Optikhauptfach).
In der Woche nach der Relâche war dann noch die Prüfung in Méchatronique II (dort entwickeln wir Regelungen für Schrittmotoren zum Beispiel und stecken den elektrischen Schaltkreis mit Mikrocontrollern zusammen, die dann im diskreten Bereich die Motoren regeln, nachdem sie mit unserer selbstgeschriebenen Software versorgt wurden) und in contrôle non-linéaire geschrieben. Im letzeren Fach war die Woche zuvor noch ne kleine Präsentation über den Beweis von einem Théorem aus dem netten Regelungsbuch von Khalil und einer Projekt meiner Wahl.
Fertig war der ganze Spuck dann pünktlich zu Halloween.
Wir hatten im Oktober eine Woche Ferien, die sich lustigerweise auch noch semaine de Relâche nennt, und dann wohl Anlass zum Relaxen geben soll. Ist aber nicht so. Zumindest war das bei mir nicht so, denn die Zeit vor und nach der Woche ist die Zeit der Zwischenprüfungen.
Bei mir sah das so aus: In der Woche vor der Relâche hatte ich eine kleine Prüfung im Fach "Systèmes multivariables", für Kenner: Das ist lineare Regelung mit der Systemmatrix A in Abhängigkeit von der Zeit und außerdem als MIMO-System. In der Woche wollte dann noch ein Hausaufgabenblatt und ein Bericht geschrieben sein.
Anschließend war das erste Ferienwochende, an dem ich tatsächlich nichts für die Uni gemacht habe, sondern eher das, worüber dieser Eintrag eigentlich ursprünglich mal angelegt wurde: Ich bin mit meinem Mitbewohner mit einer Mitfahregelegenheit von Samstag bis Montag früh nach Quebec (City) gefahren. Er kommt von dort, also konnten wir bei seinen Eltern pennen. Ich weiß nicht, ob ich das schon mal geschrieben habe, aber mein Mitbewohner hat Musik mit Schwerpunkt Gesang an der McGill-Uni in Montréal studiert und in seinen Zukunfsträumen wird er auch eines Tages davon leben können. Auf jeden Fall spielt er in Quebec in einer Band (Rock, Metall), die sich mal vor 6 Jahren aufgelöst haben und jetzt wieder neu anfangen mit ihm als neuen Sänger. Und diese Band hatte einen Auftritt in einer kleinen Bar in einem Vorort von Quebec. Das war doch ein Anlass dort mal mitzukommen.
Also ich fang vielleicht dann mal von vorne an: Mitfahrgelegenheit nach Quebec, Jean-Philipps Vater hat uns dann dort abgeholt und wir sind zu ihm nach Hause: Anderes Ufer vom St-Lorenzstrom mit Aussicht zum Stadtkern von Quebec über den Fluss hinweg, also schon nicht so schlecht. Nachdem mich seine Mutter dann mit einem ordentlichen Akzent in ihre Pflanzenwelt im Garten eingeführt hat (da hab ich halt dann brav-Nicken geübt ;) ), ging es dann los zu den Bandkollegen von J-P (wie alle meinen Mitbewohner nennen). Da die Bandkollegen nicht mehr ganz die Jüngsten sind, haben alle mindestens eine Blonde (Freundin) und die Meisten richtig Familie. Das hieß also High-Live. Kleines Haus, 15 Erwachsene und mindestens genau so viele Kinder. Dort haben wir dann erstmal gemütlich zu Abend gegessen und sind dann in die kleine Bar gefahren zum Konzert. Die Bar ist so typisch Nordamerikanisch: Vorort direkt an der Hauptstraße. Äußerst hässlicher eingeschossiger Holzbau, innen Spielautomaten, Plastikstühle und Billard. Dazu alles verspiegelt und ne fette Bar. Und mittendrin ein paar Quadratmeter Platz für die Band. Das Konzert war ziemlich cool, hat echt Spaß gemacht und da ich ja die ganzen Angehörigen und Freunde der Musiker beim Abendessen schon bissle kennengelernt habe, war es dann eine nette Atmosphäre. Anschließend sind wir dann irgendwann wieder zum Bandkollegen nach Hause und haben wie man so schön sagt, die Nacht zum Tag gemacht und den nächsten Morgen zur Nacht.
Sonntags bin ich dann mit meinem Mitbewohner mit den Fahrrädern losgezogen. Mit der Fähre gings dann nach Quebec rüber und dort haben wir eine kurze Stadttour gemacht. So eigentlich nach meinem Geschmack: Viel Fähre, ein Bierchen, eine heiße Schokolade, die bisher beste Poutine die ich gegessen habe und nebenbei die paar Hauptattraktionen von Quebec. Aufgrund der 400Jahre Quebec (das ist die älteste Stadt im Nordosten Kanadas !), war dann aber doch sehr viel los, außerdem lag gerade ein großes Kreuzfahrtschiff im Hafen, und wer sich nicht das Footballspiel an Deck auf der großen Leinwand angeschaut hat, der ist dann eben wie wir auch mal nach Quebec rein.
Am nächsten Morgen gings dann wieder zurück nach Montréal und meine Ferien-Arbeitswoche begann. Erstmal hab ich dann meine Studienarbeit für Stuttgart fertig geschrieben, dann einen weiteren Praktikumsbericht angefertigt. Anschließend auf zwei Prüfungen gelernt und nebenbei noch ein weiteres Praktikum und eine Präsentation für contrôle non-linéaire vorbereitet, ach ja und ne weitere Hausaufgabe für physique des ondes (das mach ich für mein Optikhauptfach).
In der Woche nach der Relâche war dann noch die Prüfung in Méchatronique II (dort entwickeln wir Regelungen für Schrittmotoren zum Beispiel und stecken den elektrischen Schaltkreis mit Mikrocontrollern zusammen, die dann im diskreten Bereich die Motoren regeln, nachdem sie mit unserer selbstgeschriebenen Software versorgt wurden) und in contrôle non-linéaire geschrieben. Im letzeren Fach war die Woche zuvor noch ne kleine Präsentation über den Beweis von einem Théorem aus dem netten Regelungsbuch von Khalil und einer Projekt meiner Wahl.
Fertig war der ganze Spuck dann pünktlich zu Halloween.
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Mont Tremblant
So ein paar Tage verspätet, aber der Bericht kommt und für die ganz Neugierigen: Die Fotos von Mont Tremblant sind schon länger in meinem PicasaAlbum, also hin und wieder lohnt es sich doch auch dort direkt reinzuschauen ;)
Letzten Samstag (04.10) war ich mit der Uni auf einem Ausflug zu einem zwei Autostunden nördlich von Montréal gelegenen Skigebiet. Dieser Ausflug wurde organisiert durch ein Kommitee der Uni, das vorwiegend aus Studenten besteht, die selbst mal im Ausland studiert haben und sich jetzt um uns "Ausländer" hier kümmern und verschiedene Aktivitäten anbieten.
Das Skigebiet heißt Mont Tremblant mit dem gleichnamigen Ort Tremblant. Man muss sich das eher als eines der Nobelskigebiete im Quebec vorstellen mit entsprechenden Hotels (inkl. Privatgolfplatz davor). Die Leute kommen dann auch gerne mal mit dem Hubrschrauber oder landen mit dem Wasserflugzeug auf dem großen See nebenan.
Wir sind da jetzt aber nicht unbedingt deshalb hin sondern eher weil wir mal wieder die Touris raushängen lassen wollen und uns die riesigen Wälder anschauen, deren Blätter uns vor dem Abfallen noch schnell mit einer kleinen Farbenvielfalt beglücken. Der Indian Summer ist ein bisschen wie in Deutschland, nur wenn man von einem Berg aus über den endlosen Wald schaut, dann ist alles ein bisschen größer (und nur schlecht in einem Foto zu zeigen).
Ein Skigebiet in Quebec beginnt gerne mal auf 100-200m und geht dann auch nur auf 9xx m, Mont Tremblant hat so weit ich weiß eine Höhe von 975 Meter. Die ganze 70köpfige Gruppe (!!!) hat sich dann langsam auf den Weg gemacht den Gipfel zu erklimmen. Nach ca. 3 Stunden waren dann auch die letztes oben, begrüßt durch Kälte und Schneeregen. Hin und wieder hat sich dann die Sonne aber doch durchgekämpft und jeder hat seinen Foto gezückt. Touristen eben.
Wir waren aber doch etwas weniger Touristen als all die Japaner, die entweder mit der Gondel hochgefahren oder einfach nur ihre Multimediaausrüstung durch das "wunderschöne" Dorf Tremblant getragen haben und von einem Führer den Indian Summer erklärt bekommen haben. Manche haben dann aber doch auch tapfer den Fußweg genommen. Mit Foto. In dem Sinne würde ich sagen, schaut einfach mal selbst, wie es da so grob aussah.
Ich würde zusammenfassend sagen: Tremblant: Touriort ohne Tradition - hässlich; Natur: schön wie immer. Also insgesamt: Sehr schöner und lustiger Ausflug mit netten Leuten, die dann im Bus auf der Rückfahrt gerne auch mal alle französischen Volkslieder anstimmen, die ihnen einfallen.
So machts gut. Ich freu mich über Nachrichten.
Letzten Samstag (04.10) war ich mit der Uni auf einem Ausflug zu einem zwei Autostunden nördlich von Montréal gelegenen Skigebiet. Dieser Ausflug wurde organisiert durch ein Kommitee der Uni, das vorwiegend aus Studenten besteht, die selbst mal im Ausland studiert haben und sich jetzt um uns "Ausländer" hier kümmern und verschiedene Aktivitäten anbieten.
Das Skigebiet heißt Mont Tremblant mit dem gleichnamigen Ort Tremblant. Man muss sich das eher als eines der Nobelskigebiete im Quebec vorstellen mit entsprechenden Hotels (inkl. Privatgolfplatz davor). Die Leute kommen dann auch gerne mal mit dem Hubrschrauber oder landen mit dem Wasserflugzeug auf dem großen See nebenan.
Wir sind da jetzt aber nicht unbedingt deshalb hin sondern eher weil wir mal wieder die Touris raushängen lassen wollen und uns die riesigen Wälder anschauen, deren Blätter uns vor dem Abfallen noch schnell mit einer kleinen Farbenvielfalt beglücken. Der Indian Summer ist ein bisschen wie in Deutschland, nur wenn man von einem Berg aus über den endlosen Wald schaut, dann ist alles ein bisschen größer (und nur schlecht in einem Foto zu zeigen).
Ein Skigebiet in Quebec beginnt gerne mal auf 100-200m und geht dann auch nur auf 9xx m, Mont Tremblant hat so weit ich weiß eine Höhe von 975 Meter. Die ganze 70köpfige Gruppe (!!!) hat sich dann langsam auf den Weg gemacht den Gipfel zu erklimmen. Nach ca. 3 Stunden waren dann auch die letztes oben, begrüßt durch Kälte und Schneeregen. Hin und wieder hat sich dann die Sonne aber doch durchgekämpft und jeder hat seinen Foto gezückt. Touristen eben.
Wir waren aber doch etwas weniger Touristen als all die Japaner, die entweder mit der Gondel hochgefahren oder einfach nur ihre Multimediaausrüstung durch das "wunderschöne" Dorf Tremblant getragen haben und von einem Führer den Indian Summer erklärt bekommen haben. Manche haben dann aber doch auch tapfer den Fußweg genommen. Mit Foto. In dem Sinne würde ich sagen, schaut einfach mal selbst, wie es da so grob aussah.
Ich würde zusammenfassend sagen: Tremblant: Touriort ohne Tradition - hässlich; Natur: schön wie immer. Also insgesamt: Sehr schöner und lustiger Ausflug mit netten Leuten, die dann im Bus auf der Rückfahrt gerne auch mal alle französischen Volkslieder anstimmen, die ihnen einfallen.
So machts gut. Ich freu mich über Nachrichten.
Sonntag, 28. September 2008
Uni-Alltag
Nachdem ich jetzt hier schon seit gut vier Wochen studiere, ist es mal Zeit Euch vorzustellen, was ich hier eigentlich den ganzen Tag so mache (wenn ich nicht gerade das mache, was ich hier normalerweise sonst so schreibe).
Ich höre hier vier Vorlesungen, was den für ein kanadisches Visum benötigten 12 Credits entspricht. Zwei meiner Vorlesungen sind aus dem Bachelor- und zwei aus dem Masterbereich. Die Vorlesungen aus dem Bachelorbereich sind bisher arbeitsintensiver, da sie viel mehr Pflichttermine beinhalten. Jede Vorlesung besteht aus einem 3x50min Vorlesungstermin und dazu noch ein wöchentliches oder zweiwöchentliches dreistündiges Praktikum. Dieses muss immer vorbereitet werden und anschließend muss ein ausführlicher Bericht dazu verfasst werden. Das ganze auf französisch braucht dann eben für einen Nicht-Franzosen doch teilweise etwas länger. Falls man dann mal keinen Bericht schreiben muss, kommen nochmals Hausaufgaben dazu. All das zählt meistens bereits zu bis zu 50% zu der Endnote.
Die Master-Vorlesungen bei mir beinhalten nur den Vorlesungstermin. Eigentlich ist dann vorgesehen, dass man sehr viel Zeit zuhause in die Vor- und Nachbereitung steckt und sich in Eigenregie die Dinge im Detail anschaut. Bisher hat mir aber noch bissle die Zeit gefehlt um diesen freiwilligen Verpflichtungen angemessen nachzugehen.
Das wird sich aber bald etwas ändern, denn die erste Zwischenprüfung in einem der Masterfächer steht in einer guten Woche an, im anderen Fach müssen wir ein Referat halten.
Als Europäer ist man dieses ganze Schulsystem doch nicht so gewöhnt. Zu jeder meiner Vorlesungen gibt es immer noch das passende Skript (meist obligatorisch) für billiges - teures Geld im Polytechnique-Einheitslook im Polytechnique-Eigenen-Shop zu kaufen. Der Einheitslook ist leider nur außen, innen kann es dann mal schön ein Latex-gedrucktes Skript sein oder wenn es sein muss, dann gibt es auch mal eine Professor-Handschrift-Version, die dann doch eher nur für Vollprofis geeignet ist.
Die Hälfte meiner Vorlesungen findet hier abends statt. So sitzte in Donnerstags beispielsweise bis um 22:00 im Hörsaal (mit 8 anderen). Normalerweise sind wir in den Vorlesungen 8-20 Studenten, also nicht besonders viele.
In jedem Hörsaal hat der Professor bereits einen festinstallierten Computer, der direkt an den Beamer angeschlossen ist und alle Computer im gesamten Gebäude laufen über das gleiche Netzwerk, so dass man sich überall mit seinem Account einloggen kann. Der Professor kann doch dann ohne Mühe seine Präsentation laden und wenn es mal Probleme gibt, dann kann er auch noch abends um 21:00 den Hausdienst anrufen, der dann in weniger als 5min da ist, und das Problem behebt. Also dieser Service ist schon nicht so schlecht.
Meine Professoren sind leider keine Quebecer, sondern eher ein Russe, zwei Marokkaner und ein Italiener. Bei dem Italiener weiß ich noch nicht so recht, ob ich mit seinem Stil nicht zurechtkomme oder er einfach nicht für das Vorlesungen halten geboren ist. Seine Donnerstag-Abend Vorlesung ist jedenfalls äußerst langatmig und holprig, da träume ich doch dann manchmal von Stuttgarter Vorlesungen. Er führt eben in seiner Mastervorlesung immer ein bisschen in ein Thema ein, spielt dann ein bisschen mit Matlab rum und sagt, er schickt uns alle Dateien und wir können dann mal zuhause bisschen damit rumspielen (was eher niemand macht ;) ). Also ich bin mal gespannt wie sich diese Vorlesung so entwickelt.
Ich höre hier vier Vorlesungen, was den für ein kanadisches Visum benötigten 12 Credits entspricht. Zwei meiner Vorlesungen sind aus dem Bachelor- und zwei aus dem Masterbereich. Die Vorlesungen aus dem Bachelorbereich sind bisher arbeitsintensiver, da sie viel mehr Pflichttermine beinhalten. Jede Vorlesung besteht aus einem 3x50min Vorlesungstermin und dazu noch ein wöchentliches oder zweiwöchentliches dreistündiges Praktikum. Dieses muss immer vorbereitet werden und anschließend muss ein ausführlicher Bericht dazu verfasst werden. Das ganze auf französisch braucht dann eben für einen Nicht-Franzosen doch teilweise etwas länger. Falls man dann mal keinen Bericht schreiben muss, kommen nochmals Hausaufgaben dazu. All das zählt meistens bereits zu bis zu 50% zu der Endnote.
Die Master-Vorlesungen bei mir beinhalten nur den Vorlesungstermin. Eigentlich ist dann vorgesehen, dass man sehr viel Zeit zuhause in die Vor- und Nachbereitung steckt und sich in Eigenregie die Dinge im Detail anschaut. Bisher hat mir aber noch bissle die Zeit gefehlt um diesen freiwilligen Verpflichtungen angemessen nachzugehen.
Das wird sich aber bald etwas ändern, denn die erste Zwischenprüfung in einem der Masterfächer steht in einer guten Woche an, im anderen Fach müssen wir ein Referat halten.
Als Europäer ist man dieses ganze Schulsystem doch nicht so gewöhnt. Zu jeder meiner Vorlesungen gibt es immer noch das passende Skript (meist obligatorisch) für billiges - teures Geld im Polytechnique-Einheitslook im Polytechnique-Eigenen-Shop zu kaufen. Der Einheitslook ist leider nur außen, innen kann es dann mal schön ein Latex-gedrucktes Skript sein oder wenn es sein muss, dann gibt es auch mal eine Professor-Handschrift-Version, die dann doch eher nur für Vollprofis geeignet ist.
Die Hälfte meiner Vorlesungen findet hier abends statt. So sitzte in Donnerstags beispielsweise bis um 22:00 im Hörsaal (mit 8 anderen). Normalerweise sind wir in den Vorlesungen 8-20 Studenten, also nicht besonders viele.
In jedem Hörsaal hat der Professor bereits einen festinstallierten Computer, der direkt an den Beamer angeschlossen ist und alle Computer im gesamten Gebäude laufen über das gleiche Netzwerk, so dass man sich überall mit seinem Account einloggen kann. Der Professor kann doch dann ohne Mühe seine Präsentation laden und wenn es mal Probleme gibt, dann kann er auch noch abends um 21:00 den Hausdienst anrufen, der dann in weniger als 5min da ist, und das Problem behebt. Also dieser Service ist schon nicht so schlecht.
Meine Professoren sind leider keine Quebecer, sondern eher ein Russe, zwei Marokkaner und ein Italiener. Bei dem Italiener weiß ich noch nicht so recht, ob ich mit seinem Stil nicht zurechtkomme oder er einfach nicht für das Vorlesungen halten geboren ist. Seine Donnerstag-Abend Vorlesung ist jedenfalls äußerst langatmig und holprig, da träume ich doch dann manchmal von Stuttgarter Vorlesungen. Er führt eben in seiner Mastervorlesung immer ein bisschen in ein Thema ein, spielt dann ein bisschen mit Matlab rum und sagt, er schickt uns alle Dateien und wir können dann mal zuhause bisschen damit rumspielen (was eher niemand macht ;) ). Also ich bin mal gespannt wie sich diese Vorlesung so entwickelt.