Mittwoch, 7. Januar 2009
Samstag, 20. Dezember 2008
Semesterende
Wer hätte das denn geglaubt. Marc hat wieder Zeit Berichte zu schreiben und zu Faulenzen, denn:
Ich habe Ferien!!!
Donnerstag abend war meine letzte Prüfung, im Masterkurs "Contrôle non linéaire". Jetzt kommen erstmal alle Unisachen in den Schrank und ich mache was ich will. Die letzen Wochen waren dann doch etwas intensiv, obwohl für die eigentliche Prüfungsvorbereitung nicht sonderlich viel Zeit blieb, denn ist ja klar, jeder Professor will natürlich genau am Semesterende noch schnell ein Miniprojekt oder eine kleine "Hausarbeit" oder gar ein Referat haben. Ist ja kein Problem und Schlaf braucht man auch nicht unbedingt.
Vielleicht noch was zu Prüfungen: Es kann hier oft vorkommen, dass mehrere Kurse gleichzeitig in einem Raum ihre Prüfung schreiben. Ist auch platzsparend, denn man setzt einfach die Kurse durchmischt in den Raum, dann kann ich von meinem Nachbarn auch nicht viel abschreiben, wenn er sich gerade über Umweltschutztechnik auslässt. Die Aufsicht sind hier dann auch wie Angestellte und die Profs haben zum Zeitpunkt der Prüfung damit nichts zu tun. Ist eigentlich alles ganz gut, außer man hat eine Frage, dann gibt es nämlich nur die Möglichkeit, dass die Aufsicht beim Prof anruft oder der Prof sagt, wie in unserem Fall, davor, dass zwei Seiten Formelsammlung erlaubt sind und schreibt aber auf den Prüfungsbogen nur eine. Was soll die Aufsicht dann machen? Ihn anrufen? Kann sie gerne versuchen, der Prof lag aber im Krankenhaus.
Ich habe Ferien!!!
Donnerstag abend war meine letzte Prüfung, im Masterkurs "Contrôle non linéaire". Jetzt kommen erstmal alle Unisachen in den Schrank und ich mache was ich will. Die letzen Wochen waren dann doch etwas intensiv, obwohl für die eigentliche Prüfungsvorbereitung nicht sonderlich viel Zeit blieb, denn ist ja klar, jeder Professor will natürlich genau am Semesterende noch schnell ein Miniprojekt oder eine kleine "Hausarbeit" oder gar ein Referat haben. Ist ja kein Problem und Schlaf braucht man auch nicht unbedingt.
Vielleicht noch was zu Prüfungen: Es kann hier oft vorkommen, dass mehrere Kurse gleichzeitig in einem Raum ihre Prüfung schreiben. Ist auch platzsparend, denn man setzt einfach die Kurse durchmischt in den Raum, dann kann ich von meinem Nachbarn auch nicht viel abschreiben, wenn er sich gerade über Umweltschutztechnik auslässt. Die Aufsicht sind hier dann auch wie Angestellte und die Profs haben zum Zeitpunkt der Prüfung damit nichts zu tun. Ist eigentlich alles ganz gut, außer man hat eine Frage, dann gibt es nämlich nur die Möglichkeit, dass die Aufsicht beim Prof anruft oder der Prof sagt, wie in unserem Fall, davor, dass zwei Seiten Formelsammlung erlaubt sind und schreibt aber auf den Prüfungsbogen nur eine. Was soll die Aufsicht dann machen? Ihn anrufen? Kann sie gerne versuchen, der Prof lag aber im Krankenhaus.
Déneigement
Der Winter rückt immer näher, die Temperaturen kratzen auch mal an der -20°-Marke und es schneit hin und wieder mehr oder minder heftig. Wenn dann mal 20-30 cm in der Stadt liegen, dann wird es hier Zeit für eine ganz besondere Einsatztruppe, die oft von privaten Firmen gestellt wird: den Leuten vom Déneigement, der Schneeentfernung. Und Schneeentfernung ist tatsächlich nicht nur Schnee-zur-Seite-schieben, sondern Schnee aus der Stadt herausschaffen. Eigentlich ja bissle schade, denn viel Schnee ist immer Abenteuer und schön.
Es mag wohl Leute geben, die das total langweilig finden, aber wer mich kennt, der weiß genau, dass ich das zumindest am Anfang doch recht interessant finden würde. Daher will ich hier kurz mal "für Liebhaber" die Prozedur des "Déneigements" beschreiben:
1. Im ersten Schritt muss der Schnee von überall her in die Straßenmitte befördert werden. Dazu werden zunächst mal sogenannte "chenillettes de trottoirs", also diese lustigen Gehwegflitzer eingesetzt, um den Schnee von den Gewegen zu befördern, ständig um Straßenlaternen und Mülleimer zirkelnd.

2. Anschließend kommt die "Niveleuse" zum Einsatz, um millimetergenau den Schnee vom Straßenrand in die Straßenmitte zu befördern.

3. Jetzt kommt der große Radlader um den von den Niveleusen angehäuften Schnee so umzuschieben, dass der linke Rand der Straße bereits komplett frei ist und in der Mitte der rechten Seite der komplette Schnee liegt.

4. Jetzt kommt die Schneefräse und bläst den kompletten Schnee in einen LKW, der direkt nebenan auf dem freien linken Streifen fährt. Diese LKWs sind entweder 20 oder auch 40-Tonner. Und wenn ca. 20cm Schnee liegen, dann ist so ein 20-Tonnen-LKW in wenigen hundert Metern voll. Daher fährt hinter der Fräse mindestens ein weiterer LKW, der dann im fliegenden Wechsel den ersten ablöst, wenn dieser voll ist.

Auf den Bildern sieht es fast so aus, als ob diese Karawane sich nur auf bereits "gesäuberten" Straßen abspielt, aber das ist eben von meiner Wohnung nicht anders aufzunehmen gewesen.
Diese Prozedur läuft äußerst schnell ab und meist nur nachts. Ich habe mal gelesen, dass Montreal innerhalb von 8 Stunden nach einem Schneefall gesäubert sein soll. Früher wurde der ganze Schnee wohl in den St.-Lorenz-Strom gekippt, jetzt gibt es aber eigens dafür bereitgestellt Abladeplätze, da der Schnee doch auch mit sehr vielen ungesunden Bestandteilen, wie ein Salz-Chemie-Gemisch durchsetzt ist.
Tja und wie kann sich das ganze eigentlich in einer engen Straße abspielen: Ganz einfach, tagsüber werden Schilder aufgestellt, dass in der Nacht dort ein Deneigement stattfindet, dann müssen alle Autos weggeparkt werden. Direkt bevor es losgeht kommt dann ein Sirenenwagen, dann hat man noch ein paar Minuten Zeit bevor ein Abschleppdienst kurzen Prozess macht.
Wer jetzt immer noch nicht genug hat, der kann das ganze auch mal live auf Youtube sehen (mit fliegendem Lastwagenwechsel):
http://www.youtube.com/watch?v=D5UwETYyZTA
So genug Technikgequatsche ;)
Es mag wohl Leute geben, die das total langweilig finden, aber wer mich kennt, der weiß genau, dass ich das zumindest am Anfang doch recht interessant finden würde. Daher will ich hier kurz mal "für Liebhaber" die Prozedur des "Déneigements" beschreiben:
1. Im ersten Schritt muss der Schnee von überall her in die Straßenmitte befördert werden. Dazu werden zunächst mal sogenannte "chenillettes de trottoirs", also diese lustigen Gehwegflitzer eingesetzt, um den Schnee von den Gewegen zu befördern, ständig um Straßenlaternen und Mülleimer zirkelnd.

2. Anschließend kommt die "Niveleuse" zum Einsatz, um millimetergenau den Schnee vom Straßenrand in die Straßenmitte zu befördern.

3. Jetzt kommt der große Radlader um den von den Niveleusen angehäuften Schnee so umzuschieben, dass der linke Rand der Straße bereits komplett frei ist und in der Mitte der rechten Seite der komplette Schnee liegt.

4. Jetzt kommt die Schneefräse und bläst den kompletten Schnee in einen LKW, der direkt nebenan auf dem freien linken Streifen fährt. Diese LKWs sind entweder 20 oder auch 40-Tonner. Und wenn ca. 20cm Schnee liegen, dann ist so ein 20-Tonnen-LKW in wenigen hundert Metern voll. Daher fährt hinter der Fräse mindestens ein weiterer LKW, der dann im fliegenden Wechsel den ersten ablöst, wenn dieser voll ist.

Auf den Bildern sieht es fast so aus, als ob diese Karawane sich nur auf bereits "gesäuberten" Straßen abspielt, aber das ist eben von meiner Wohnung nicht anders aufzunehmen gewesen.
Diese Prozedur läuft äußerst schnell ab und meist nur nachts. Ich habe mal gelesen, dass Montreal innerhalb von 8 Stunden nach einem Schneefall gesäubert sein soll. Früher wurde der ganze Schnee wohl in den St.-Lorenz-Strom gekippt, jetzt gibt es aber eigens dafür bereitgestellt Abladeplätze, da der Schnee doch auch mit sehr vielen ungesunden Bestandteilen, wie ein Salz-Chemie-Gemisch durchsetzt ist.
Tja und wie kann sich das ganze eigentlich in einer engen Straße abspielen: Ganz einfach, tagsüber werden Schilder aufgestellt, dass in der Nacht dort ein Deneigement stattfindet, dann müssen alle Autos weggeparkt werden. Direkt bevor es losgeht kommt dann ein Sirenenwagen, dann hat man noch ein paar Minuten Zeit bevor ein Abschleppdienst kurzen Prozess macht.
Wer jetzt immer noch nicht genug hat, der kann das ganze auch mal live auf Youtube sehen (mit fliegendem Lastwagenwechsel):
http://www.youtube.com/watch?v=D5UwETYyZTA
So genug Technikgequatsche ;)
Mittwoch, 10. Dezember 2008
Der Schnee ist da
Gestern hat es jetzt endlich mal den ganzen Tag durchgeschneit. Nur leider wurde es paradoxerweise gerade abends so warm, dass es auf einmal draufgeregnet hat. Und heute morgen schneit es weiter. So haben wir also einen Sandwichschnee. Eine Schicht Schnee, dann 2cm Eis und dann wieder Neuschnee. Insgesamt so 25-30 cm. Das ist doch schön und da man ständig aus dem Fenster schauen muss, wird man auch ordentlich vom Lernen abgehalten.
Hier ein paar Bilder:
Hier ein paar Bilder:
Montag, 8. Dezember 2008
Jetzt wirds langsam gemütlich
Edit: Montag morgen, -20°, gefühlt -32°. Da hält man die Hand aus dem Fenster und die Finger qualmen. Ist das nicht lustig. Die Ernüchterung: Übermorgen wird es +8° haben. Es wird ein Winter mit einem Sägezahntemperaturverlauf vorhergesagt. Mal schauen, ob das stimmt.